Im Rahmen der Vertreterversammlung 2026 des Fachverbandes der Kommunalkassenverwalter e. V. wurden zahlreiche richtungsweisende Entscheidungen für die zukünftige Verbandsarbeit getroffen. Neben den turnusgemäßen Beschlüssen zu den Haushaltsangelegenheiten standen insbesondere die Weiterentwicklung des Verbandes, die Digitalisierung, die fachliche Arbeit sowie personelle Veränderungen im Mittelpunkt.

Der scheidende Bundesvorsitzende Dietmar Liese blickte in seinem Geschäftsbericht auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Einen Schwerpunkt bildete die Einführung der neuen Veranstaltungssoftware, die inzwischen sowohl auf Bundesebene als auch in mehreren Landesverbänden erfolgreich im Einsatz ist. Darüber hinaus wurden die organisatorischen Strukturen des Bundesverbandes weiterentwickelt und Aufgabenbereiche neu geordnet, um die Verbandsarbeit noch effizienter und zukunftsorientierter aufzustellen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorbereitung der Bundesarbeitstagung (BAT) 2026. Mit nahezu 600 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie mehr als 30 Fachausstellern verzeichnet die Veranstaltung eine Rekordbeteiligung. Neben einem umfangreichen Fachprogramm mit zahlreichen Workshops, einer Podiumsdiskussion und dem Mitgliederforum bietet die BAT erneut eine bedeutende Plattform für den fachlichen Austausch innerhalb der kommunalen Finanzverwaltung.

Auch die finanzielle Entwicklung des Verbandes verlief äußerst positiv. Die Vertreterversammlung genehmigte einstimmig den Jahresabschluss 2025 und entlastete den Bundesvorstand. Das Wirtschaftsjahr konnte besser als geplant abgeschlossen werden, sodass zusätzliche Mittel den Rücklagen zugeführt werden konnten. Ebenso wurde der Finanzplan für das Jahr 2026 einstimmig beschlossen.

Der Fachverband setzt seinen Wachstumskurs fort. Zum Zeitpunkt der Vertreterversammlung gehörten dem Verband 4.306 Mitglieder an. Die stabile Mitgliederentwicklung unterstreicht die hohe Bedeutung des Fachverbandes als bundesweite Interessenvertretung der Beschäftigten im kommunalen Kassen- und Vollstreckungswesen.

Aus den Projektgruppen und Fachausschüssen wurde über zahlreiche laufende Vorhaben berichtet. Die Projektgruppe Tarifrecht arbeitet weiterhin daran, die Eingruppierung der Beschäftigten in Kommunalkassen gegenüber den Tarifvertragsparteien zu verbessern und praxisnahe Handlungsempfehlungen für die Mitglieder zu entwickeln. Die Projektgruppe Digitalisierung berichtete über den erfolgreichen Ausbau der digitalen Verbandsprozesse. Neben der Einführung der Veranstaltungssoftware wurden unter anderem Funktionen zur E-Rechnung, zentrale Veranstaltungsübersichten sowie automatisierte Abläufe für Einladungen und Seminarorganisation umgesetzt.

Auch die Fachausschüsse für Kassenrecht sowie Vollstreckungs- und Zwangsvollstreckungsrecht berichteten über ihre intensive Arbeit an der Weiterentwicklung von Handbüchern, Handlungsempfehlungen und aktuellen Fachthemen. Besonders hervorgehoben wurde zudem die positive Entwicklung der Fachzeitschrift KKZ, die durch eine stetig wachsende Zahl hochwertiger Fachbeiträge und renommierter Autorinnen und Autoren weiter an Bedeutung gewinnt.

Ein besonderer Höhepunkt der Vertreterversammlung waren die turnusmäßigen Vorstandswahlen. Die Vertreterinnen und Vertreter wählten Isabella Hof einstimmig zur neuen Bundesvorsitzenden des Fachverbandes. Bernd Müller wurde ebenfalls einstimmig als Bundesschatzmeister wiedergewählt.

Mit großem Dank verabschiedete die Vertreterversammlung den langjährigen Bundesvorsitzenden Dietmar Liese, der den Verband über viele Jahre maßgeblich geprägt hat. Für seine außerordentlichen Verdienste wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen und er zum Bundesehrenvorsitzenden ernannt. In seiner Abschiedsrede betonte er, dass der Fachverband heute modern, leistungsfähig und hervorragend für die zukünftigen Herausforderungen aufgestellt sei.

Die Vertreterversammlung machte deutlich, dass der Fachverband der Kommunalkassenverwalter e. V. seinen erfolgreichen Weg konsequent fortsetzt. Digitalisierung, fachliche Weiterentwicklung, Interessenvertretung und eine starke Gemeinschaft bilden weiterhin die Grundlage für eine moderne und zukunftsorientierte Verbandsarbeit.

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VV: Würzburg (23.06.2026)