Podiumsdiskussion:

Digitaler Euro trifft Wero – das Panel-Highlight 2026
Kommunaler Zahlungsverkehr im Wandel, jetzt die Weichen stellen!

Der europäische Zahlungsmarkt ist im Umbruch: Mit dem digitalen Euro der Zentralbanken und der privatwirtschaftlichen Initiative Wero der Europäischen Banken (EPI) entstehen zwei kraftvolle europäische Antworten auf globale Bezahldienste. Doch was bedeutet dieser Wandel konkret für die kommunale Praxis? In der hochkarätig besetzten Runde stellen wir den aktuellen Stand der Entwicklung vor und diskutieren, warum das Thema für Städte, Gemeinden und Landkreise jetzt strategische Priorität hat. Es geht um mehr als nur Technik – es geht um digitale Souveränität, das Spannungsfeld zwischen den Systemen, die effiziente Einbindung in moderne Verwaltungsprozesse (OZG) und die Sicherstellung einer kostengünstigen, bürgernahen Infrastruktur für den Zahlungsverkehr gesteuert durch die Kommunalkasse. Natürlich gehört dazu auch die Frage, welche Rolle die Barzahlung einnimmt.

Für die Kommunalkassen geht es um:

  • Kostensenkung: Reduzierung der Abhängigkeit von teuren, außereuropäischen Kreditkarten und Zahlungssystem.
  • Prozessoptimierung: Verknüpfung von Dienstleistungen mit der Bezahlung und dem Rechnungswesen in Form einer „End to End“-Digitalisierung sowie sofortige Liquidität durch Instant Payments.
  • Bürgernähe: Moderne, sichere Bezahlwege für alle Verwaltungsleistungen. Es gilt dem Bürger dort zu begegnen, wo er ist – im Rathaus und zu Hause am Laptop oder Smartphone.

Der Fachverband unterstreicht mit diesem Panel seine Rolle als Vordenker für eine moderne, digitale und finanziell souveräne Kommunalverwaltung. Seien Sie also dabei, wenn Expertinnen und Experten aus Zentralbankwesen, Kreditwirtschaft und kommunaler Praxis die Weichen für die Kasse von morgen stellen.

Vortrag:

Wissenschaftliches Gutachten zur Einbeziehung privater Inkassounternehmen in der Vollstreckung öffentlich-rechtlicher Forderungen
– Entwicklungen unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Studie sowie weitere Betrachtungen aus der Sicht des Fachverbands –

Der Bundesausschuss für das Verwaltungszwangsverfahren hat sich auf der Herbstsitzung im letzten Jahr u.a. erneut mit der Frage nach dem Dienstleistungsangebot von Inkassounternehmen auseinandergesetzt. Hintergrund hierfür sind insbesondere Aussagen eines überregional tätigen Dienstleistungsunternehmens zur Leistungsfähigkeit des kommunalen Forderungsmanagements. Demnach würden sich die Erfolgsaussichten bei der Fallbearbeitung durch den Einsatz von Bonitätsbewertungen erheblich verbessern lassen. Offensichtlich wird angestrebt, mit dem Angebot eines Forderungsmanagements für Kommunen einen weiteren Geschäftszweig aufzubauen. Die Kommunen sollen ihre Forderungen nach einem privatwirtschaftlichen Bewertungsverfahren priorisieren.

Im Jahr 2019 hatte der renommierte Experte Prof. Dr. Jan Ziekow von der Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer im Auftrag des Fachverbands ein Gutachten erstellt, das sich mit der Frage auseinandergesetzt hat, inwieweit private Inkassounternehmen als Verwaltungshelfer in der kommunalen Vollstreckung eingesetzt werden können. Im Hinblick auf den neuerlichen Vorstoß der Inkassobranche, im kommunalen Forderungsmanagement Fuß zu fassen, gewinnt die Debatte um die vermeintlichen Vor- und Nachteile wieder an Aktualität. Aus diesem Grund möchte der Fachverband die Inhalte des Gutachtens im Rahmen eines Vortrags seinen Mitgliedern erneut präsentieren.