Im Rahmen des Fachprogramms bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre eigene Agenda für die Tagung zusammenzustellen. 19 Workshops stehen Ihnen zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass nicht jedes Angebot in den obligatorischen vier Durchläufen an den zwei Tagen der Bundesarbeitstagung zur Verfügung steht.
![]()
Workshop 1
24. Juni 2026 von 14:00 – 15:30 Uhr
25. Juni 2026 von 11:30 – 13:00 Uhr
E-Payment und der Service Owner Zahlungsservice
Referent/in:
David Reise, Kassenleiter der Stadt Frankfurt am Main, Mitglied im Landesvorstand Hessen und im KR-Ausschuss des Fachverbands
Monika Gaupp, Sachgebietsleiterin Zentrale Buchhaltung und Zahlungsverkehr sowie stellv. Kassenleiterin der Stadt Frankfurt am Main
Beschreibung:
Die fortschreitende Digitalisierung macht vor den Kommunen nicht halt. Die Umsetzung des OZG stellt auch den Zahlungsprozess als volldigitalisierten Prozess in den Fokus. Mit der Anbindung von E-Paymentverfahren gewinnen Kommunen durch Prozessverschlankung in den Fachbereichen und im Forderungsmanagement Kapazitäten. Gleichzeitig werden dadurch die Stadtkassen mit neuen Anforderungen an die Mitarbeitenden konfrontiert.
Wir möchten Ihnen nicht nur aufzeigen, wie die Stadt Frankfurt am Main die vielfältigen E-Paymentprozesse mit dem Service Owner Zahlungsservice in der Praxis steuert, sondern auch Denkanstöße für Ihre eigenen Kommunen mitgeben. Dabei zeigen wir nicht nur die aktuellen Steuerungsstrukturen auf, sondern wollen auch einen Blick in die Zukunft wagen und gemeinsam auf die Chancen der Ausweitung von E-Payment bspw. im Spendenbereich blicken.
Schwerpunkte des Workshops sind:
Analyse der Steuerungsstrukturen im E-Payment bei der Stadt Frankfurt am Main Verantwortlichkeiten im E-Payment im Sinne eines zentralen Steuerungsansatzes Herausforderungen, Chancen, Risiken und Grenzen im Bereich des Einsatzes von E-Paymentlösungen Ausblick auf die Entwicklungen im Bereich des E-Payments Denkanstöße für Ihre Steuerungsmöglichkeiten als Kassenverantwortliche/r
![]()
Workshop 2
24. Juni 2026 von 16:00 – 17:30 Uhr
25. Juni 2026 von 14:30 – 16:00 Uhr
S-Public Services
Referent:
Edgar Brüsseler, Senior Consultant Public Sector Datacenter & Infrastructure, S-Public Services GmbH
Beschreibung:
Mit neuen Lösungen aus der Sparkassen-Finanzgruppe gestalten wir die Zukunft für E-Payment und Überfallpräventionsmaßnahmen im Bereich der Öffentlichen Hand. In diesem Vortrag präsentieren wir die Neuausrichtung des Kompetenzcenters für E-Government der Sparkassen-Finanzgruppe und stellen gleichzeitig das neue Produktportfolio der S-Public Services vor.
Gemeinsam beleuchten wir innovative Entwicklungen und bieten spannende Einblicke in folgende Themen:
- Einführung neuer Bezahlarten wie WERO, Apple Pay, Google Pay, der Direktüberweisung und Klarna – inklusive Verfügbarkeit für Government- Kunden
- Live-Demo WERO-Zahlungen
- Darstellung Onboarding Prozess für die neuen Bezahlarten
- Vorstellung/Umgang mit dem Thema PCI DSS und ASV-Scans für Kommunen
- Entwicklung des neuen Kundenportals (GiroCockpit): Wer dahintersteht, warum ein Wechsel stattfindet und welche Mehrwerte das Portal künftig bietet
- Überfallprävention, kostenfreie Webinar-Teilnahme für Government-Kunden
![]()
Workshop 3
24. Juni 2026 von 16:00 – 17:30 Uhr
25. Juni 2026 von 14:30 – 16:00 Uhr
Die Weiterentwicklung der Prozesslandschaft des Bundesverbandes der Kassenverwalter – ein praktischer Einblick
Referenten:
Niels Kohrt, Kundenberater PICTURE GmbH
Christopher Ulbrich, Stellv. Landesvorsitzender des Landesverbands Sachsen e. V. und Mitglied im KR-Ausschuss des Fachverbands der Kommunalkassenverwalter e. V.
Achim Schmidt, Mitglied im KR-Ausschuss des Fachverbands der Kommunalkassenverwalter e. V.
Beschreibung:
Wie entwickeln wir gemeinsam das Wissensmanagement im Fachverband weiter? Seit 2016 entsteht Schritt für Schritt eine Prozesslandkarte mit PICTURE, die den Mitgliedern Orientierung bietet, Abläufe vereinheitlicht und wertvolles Expertenwissen sichtbar macht. Was mit den Vollstreckungsprozessen des VZV-Ausschusses begann, wurde durch die neuen Kassenrechtsprozesse des KR-Ausschusses konsequent erweitert. Gleichzeitig wächst die Verknüpfung zwischen unseren Handbüchern und den Prozessen – ein großer Schritt hin zu einem modernen, digitalen Wissensmanagement.
Schwerpunkte des Workshops sind:
Der Workshop gibt Ihnen einen kompakten Überblick über den aktuellen Stand, zeigt die Weiterentwicklungen der vergangenen Jahre und bietet Einblicke in geplante nächste Schritte. Außerdem erfahren Sie, wie die Prozesslandkarte die tägliche Arbeit unterstützt, das vorhandene Wissen strukturiert zugänglich macht und wie Sie selbst Impulse für zukünftige Ergänzungen einbringen können.
![]()
Workshop 4
24. Juni 2026 von 14:00 – 15:30 Uhr
25. Juni 2026 von 11:30 – 13:00 Uhr
Die Insolvenztabelle: Forderungsfeststellung und Vollstreckung nach der Restschuldbefreiung
Referentin:
Michelle Christine Mai, Dipl.-RPflin. (FH)
Beschreibung:
Was passiert mit kommunalen Forderungen im Insolvenzverfahren – und vor allem: Was kann nach Verfahrensende tatsächlich noch vollstreckt werden?
Der Workshop beleuchtet, wie Forderungen im Insolvenzverfahren berücksichtigt und festgestellt werden und welche Rolle die Insolvenztabelle dabei spielt, sodass am Ende vielleicht doch etwas Geld aus der Insolvenzmasse in die kommunale Kasse wandert.
Im Fokus steht anschließend die Vollstreckung nach Abschluss des Insolvenzverfahrens, sowohl mit als auch ohne Restschuldbefreiung. Behandelt werden Fragestellungen wie etwa die Nutzung des Tabellenauszugs als Vollstreckungsgrundlage sowie die Auswirkungen der Restschuldbefreiung einschließlich der Ausnahmen nach § 302 InsO.
![]()
Workshop 5
24. Juni 2026 von 16:00 – 17:30 Uhr
25. Juni 2026 von 14:30 – 16:00 Uhr
Zwangsvollstreckung und Insolvenz: Verbote und Grenzen
Referentin:
Michelle Christine Mai, Dipl.-RPflin. (FH)
Beschreibung:
Das Geld zusammenhalten: das Thema, das sowohl Schuldner, Insolvenzverwalter als auch nicht zuletzt die Gläubiger am Ende des Tages beschäftigt. Zahlt der Schuldner seine Forderungen nicht, ist die zwangsweise Beitreibung meist nur wenige Schritte entfernt – genauso wie der Insolvenzantrag.
Doch was passiert, wenn kommunale Forderungen auf ein Insolvenzverfahren treffen? Der Workshop gibt einen kompakten Überblick über die wichtigsten Vollstreckungsverbote: vom vorläufigen Insolvenzverfahren bis zur Wohlverhaltensphase. Im Mittelpunkt stehen die praktischen Auswirkungen für kommunale Vollstreckungsbehörden und die Frage, welche Vollstreckungsmaßnahmen in der Insolvenz (un-)zulässig sind. Ziel ist es, kommunale Mitarbeitende rechtssicher durch die Grenzen und Möglichkeiten der Vollstreckung im Insolvenzverfahren zu führen.
![]()
Workshop 6
24. Juni 2026 von 14:00 – 15:30 Uhr / 16:00 – 17:30 Uhr
25. Juni 2026 von 11:30 – 13:00 Uhr / 14:30 – 17:30 Uhr
Zwischen Anordnung und Haftung: Steuerrechtliche Prüfpflichten in der Kommunalkasse sicher beherrschen
Referent:
lic.oec.HSG Christoph Hänel, Geschäftsführer der Schüllermann Consulting GmbH, Dreieich/Würzburg
Beschreibung:
Die Kommunalkasse steht oft unbeabsichtigt im steuerlichen Haftungsrisiko: Bauabzugsteuer, Mitteilungsverordnung, ordnungsgemäße Zahlungsabwicklung und korrekte Dokumentation bergen Stolpersteine, die in der Praxis schnell zu Fehlern führen.
Der Vortrag zeigt kompakt, wo in den Kassenprozessen steuerliche Risiken entstehen, welche Prüfungen zwingend erforderlich sind und wie Kommunalkassen haftungsrelevante Sachverhalte erkennen können.
Anhand typischer Praxisfälle werden sofort einsetzbare Checkpunkte, Prüfroutinen und Hinweise zur Prozessgestaltung vermittelt, um Risiken zuverlässig zu reduzieren.
![]()
Workshop 7
24. Juni 2026 von 14:00 – 15:30 Uhr
25. Juni 2026 von 11:30 – 13:00 Uhr
Praktischer Umgang mit Reichsbürgern
Referent:
Sebastian Dietzsch, Beisitzer im Landesverband Sachsen e. V. und Fachreferent im VZV-Ausschuss des Fachverbands der Kommunalkassenverwalter e. V.
Beschreibung:
In seinem Vortrag „Praktischer Umgang mit Reichsbürgern“ gibt Sebastian Dietzsch einen Einblick in Erscheinungsbild, Denkweisen und typische Verhaltensmuster der sogenannten Reichsbürger-Szene. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele aus dem Verwaltungsalltag zeigt er auf, wie solche Situationen entstehen und wie Mitarbeitende ihnen souverän begegnen können.
Ein Schwerpunkt liegt auf häufigen Argumenten und Gesprächsstrategien sowie darauf, wie Diskussionen sachlich und deeskalierend geführt werden können. Dabei werden typische Eigenschaften, Haltungen und Kommunikationsmuster dieser Personengruppe verständlich eingeordnet.
Zudem wird anhand eines zunächst harmlos wirkenden Schreibens aufgezeigt, wie sich Reichsbürger-typische Inhalte frühzeitig erkennen lassen.
Ein weiterer Bestandteil ist der Schutz der eigenen Daten im Netz und der sensible Umgang mit persönlichen Informationen.
Der Vortrag vermittelt konkrete Handlungsansätze für den beruflichen Alltag und bietet Raum für Fragen und Erfahrungsaustausch.
![]()
Workshop 8
24. Juni 2026 von 14:00 – 15:30 Uhr
25. Juni 2026 von 14:30 – 16:00 Uhr
§ 2b UStG – die neuen steuerlichen Chancen und Risiken im Verwaltungsalltag erkennen
Referent:
Christian Trost, Steuerberater
Beschreibung:
Die Übergangsfrist für die Anwendung des § 2b UStG läuft bald ab – jetzt kommt es auf die erfolgreiche Umsetzung in der Praxis an. In diesem Workshop erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die aktuellen Rechtsänderungen, ergänzt durch praxisnahe Beispiele und konkrete Handlungsempfehlungen für den kommunalen Alltag.
Anhand typischer Fallkonstellationen – etwa dem Neubau eines Gebäudes mit unterschiedlichen Nutzungsarten – werden die Auswirkungen auf den Vorsteuerabzug anschaulich dargestellt. Darüber hinaus zeigt der Workshop neue Gestaltungsmöglichkeiten auf, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Option zur Steuerpflicht.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle der Stadtkasse: Welche organisatorischen und prozessualen Maßnahmen tragen zur steuerlichen Sicherheit bei? Wie können Abläufe so gestaltet werden, dass Risiken minimiert und Haftungsfragen vermieden werden?
Abgerundet wird das Seminar durch einen kompakten „Last-Minute“-Umstellungsfahrplan zur Prüfung der verbleibenden Schritte sowie durch die Vorstellung zentraler Erfolgsfaktoren bei der Einführung eines Tax Compliance Management Systems (TCMS).
Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmenden praxisgerechte Lösungsansätze für eine rechtssichere und effiziente Umsetzung des § 2b UStG an die Hand zu geben.
![]()
Workshop 9
24. Juni 2026 von 16:00 – 17:30 Uhr
Die Wellebach-Kommunal-Kurve© als Referenz im Kreditgeschäft der Kommunen
Referent:
Jan Mülder, Diplom-Physiker, Wellebach Finanz GmbH
Dr. Bernd Nolte, Diplom-Kaufmann, Wellebach Finanz GmbH
Beschreibung:
Die Wellebach-Kommunal-Kurve© ist eine von der Wellebach Finanz GmbH entwickelte Benchmark-Kurve für Kommunalfinanzierungen deutscher Kommunen. Sie entstand aus zahlreichen Gesprächen mit Investoren, die zwar großes Interesse an Kommunaldarlehen haben, jedoch vor der Herausforderung stehen, diese fair zu bewerten. Während Staats- und Länderanleihen meist problemlos wirtschaftlich eingeordnet werden können, fehlt es im Kommunalbereich oft an verlässlichen Vergleichsgrößen. Genau hier setzt die Wellebach-Kommunal-Kurve an: Sie zeigt aktuelle Spreads von Kommunalfinanzierungen über die jeweilige Laufzeit und schafft damit eine transparente Basis für Investoren und Kommunen.
![]()
Workshop 10
25. Juni 2026 von 11:30 – 13:00 Uhr
Greensill 2.0? - Darum prüfe, wer sich bindet
Referent:
Christian Fischer, CEO & Senior Partner Independent Credit View AG
Michael Liechti, Advisory & Client Service, Senior Sales
Beschreibung:
In diesem Workshop erhalten Sie einen fundierten Einblick in die aktuelle Lage der europäischen Bankenlandschaft und deren Auswirkungen auf die kommunale Finanzpraxis. Nach einer kompakten Einführung zur Independent Credit View AG (I-CV) werden die gegenwärtige Situation und die Herausforderungen der Banken in Europa beleuchtet.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Kreditanalyse: Was gilt es bei der Bewertung von Kreditinstituten zu beachten? Welche Lehren haben uns prominente Fälle wie Greensill oder Wirecard für die Risikoeinschätzung und das Risikomanagement in der kommunalen Kasse vermittelt? Der Referent zeigt auf, welche Warnsignale frühzeitig erkannt werden können und wie eine fundierte Kreditwürdigkeitsprüfung in der Praxis aussieht.
Auf Wunsch der Teilnehmenden werden zudem aktuelle Entwicklungen und Problemfelder im deutschen Sparkassen- und Genossenschaftssektor thematisiert. Abschließend erfolgt eine detaillierte Analyse der Passiva-Struktur von Kreditinstituten mit einem kritischen Blick auf die Frage: Ist Senior Preferred wirklich „preferred” – und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Anlageentscheidungen der kommunalen Kämmerei?
Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmenden praxisrelevantes Wissen und konkrete Handlungsempfehlungen für eine risikobewusste und rechtssichere Verwaltung kommunaler Finanzmittel zu vermitteln.
![]()
Workshop 11
24. Juni 2026 von 14:00 – 15:30 Uhr
25. Juni 2026 von 11:30 – 13:00 Uhr
Denken wie ein Hacker – Kommunen besser schützen
Referenten:
Tim Appelt, Referent IT-Sicherheit für Kommunen am LSI
Lukas Schmid, IT-Experte, IT-Sicherheit für Kommunen am LSI
Beschreibung:
In diesem Workshop versetzen Sie sich gedanklich in die Rolle eines Hackers, um besser zu verstehen, wie Angreifer denken und wie sich Kommunen wirksam schützen können. Es wird beleuchtet, wie sich Hacker organisieren, welche Werkzeuge und Angriffsmethoden sie typischerweise einsetzen, welche Ziele besonders im Fokus stehen und welcher Schaden dadurch entstehen kann. Darauf aufbauend wird praxisnah gezeigt, wie Sie Risiken in Ihrem eigenen Umfeld erkennen und Sicherheitsmaßnahmen gezielt stärken können.
![]()
Workshop 12
24. Juni 2026 von 16:00 – 17:30 Uhr
25. Juni 2026 von 14:30 – 16:00 Uhr
IT-Sicherheitsvorfall in der Kommune – was tun im Notfall?
Referenten:
Tim Appelt, Referent IT-Sicherheit für Kommunen am LSI
Lukas Schmid, IT-Experte, IT-Sicherheit für Kommunen am LSI
Beschreibung:
In diesem Workshop wird verständlich und praxisnah gezeigt, wie ein IT-Sicherheitsvorfall aussehen kann, welche Warnzeichen es gibt und woran Sie erkennen, dass etwas nicht stimmt. Sie erfahren, was im Notfall zu tun ist, wen Sie informieren sollten und wie Sie sich verhalten, um den Schaden zu begrenzen. In einer kurzen interaktiven Übung spielen Sie ein einfaches Szenario durch und trainieren so das richtige Handeln im Ernstfall.
Fake Rechnungen, Fake Anweisungen eines Bürgermeisters/Landrat und Co
![]()
Workshop 13
24. Juni 2026 von 14:00 – 15:30 Uhr / 16:00 – 17:30 Uhr
25. Juni 2026 von 11:30 – 13:00 Uhr / 14:30 – 16:00 Uhr
Nebenforderungen in der kommunalen Kasse
Referent:
Richard Griesinger, einstiger Kassenleiter in Trier und damaliges VZV-Ausschussmitglied, Dozent
Beschreibung:
In diesem Workshop werden die verschiedenen Gebühren- und Auslagentatbestände in der kommunalen Kasse anschaulich dargestellt. Der Referent erläutert, welche rechtlichen Grundlagen zugrunde liegen, welche Gestaltungsspielräume bestehen und in welchen Fällen Gebühren oder Auslagen sinnvoll geltend gemacht werden können. Dabei werden auch typische Praxisprobleme und Abgrenzungsfragen angesprochen, die sich im täglichen Kassengeschäft häufig stellen.
Darüber hinaus erfolgt ein kurzer Überblick über die Festsetzung und Durchsetzung dieser Ansprüche, einschließlich Hinweisen zu Verfahrensabläufen, Zuständigkeiten und möglichen Fallstricken in der Anwendung.
Im Anschluss besteht ausreichend Zeit für Fragen, Diskussion und Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmenden sind eingeladen, eigene Beispiele oder aktuelle Fälle aus der Praxis einzubringen und gemeinsam mit dem Referenten Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Ziel ist es, sowohl rechtliche Sicherheit zu gewinnen als auch praxisorientierte Impulse für die Arbeit in der kommunalen Kasse mitzunehmen.
![]()
Workshop 14
24. Juni 2026 von 14:00 – 15:30 Uhr / 16:00 – 17:30 Uhr
25. Juni 2026 von 11:30 – 13:00 Uhr / 14:30 – 16:00 Uhr
Die Sachpfändung: Der Widerstreit zwischen Gläubigerinteressen und Schuldnerschutz
Zwischen Vollstreckungsverboten und Niederschlagung – was ist möglich und nötig?
Referent:
Claus Olaf Finnemann, Vorsitzender des VZV-Fachausschusses in NRW, Leiter der Abteilung Forderungsmanagement der Stadt Münster
Beschreibung:
Der 90-minütige Vortrag soll den Zwist zwischen der Notwendigkeit einer Sachpfändung und der Feststellung der Unpfändbarkeit und den daraus resultierenden weiteren Abläufen aufzeigen. Er beleuchtet verschiedene „Schuldnertypen“, stellt einen möglichen Ablauf eines Vollstreckungsverfahrens dar und zeigt den Weg bis hin zur Ausbuchung/Niederschlagung von nicht mehr werthaltigen Forderungen auf.
![]()
Workshop 15
24. Juni 2026 von 14:00 – 15:30 Uhr / 16:00 – 17:30 Uhr
25. Juni 2026 von 11:30 – 13:00 Uhr / 14:30 – 16:00 Uhr
Aktuelles aus dem Insolvenzrecht
Referent:
Jan Dorell, Insolvenzverwalter, Fachanwalt für Erb- und Insolvenzrecht, Mitautor Dorell/Lissner: Insolvenzrecht kompakt“; „Ahrens/Gehrlein/Ringstmeier: Insolvenzrecht“ und „Dorell/Lissner/Mock/Riedel: Praxishandbuch Insolvenzrecht“ aus Stockach/Bodensee.
Beschreibung:
Die Zahl der Insolvenzen nimmt stetig zu und damit auch ihre Bedeutung in der täglichen Berufspraxis der kommunalen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter. Ein regelmäßiges, strukturiertes Update ist daher für eine rechtssichere und effiziente Sachbearbeitung unverzichtbar.
Im Workshop werden gezielt typische Problemfelder aus dem Arbeitsalltag herausgegriffen und anhand ausgewählter Fallbeispiele praxisnah dargestellt, Schritt für Schritt erörtert und gemeinsam Lösungswege entwickelt. Dabei sollen sowohl rechtliche Grundlagen als auch praktische Handlungsempfehlungen vermittelt werden, die unmittelbar im Büroalltag umgesetzt werden können.
Ziel dieses Workshops ist die Schaffung eines spürbaren Mehrwerts für die tägliche Arbeit, indem Sicherheit im Umgang mit insolvenzrechtlichen Fragestellungen gestärkt, Fehlerquellen reduziert und der professionelle Umgang mit schwierigen Fällen verbessert wird.
![]()
Workshop 16
24. Juni 2026 von 16:00 – 17:30 Uhr
25. Juni 2026 von 14:30 – 16:00 Uhr
KI im Zusammenspiel – für effiziente Kassenprozesse
Referent/in:
Victoria Meyer, Sachbearbeitung E-Government bei der Stadt Bad Oeynhausen
Patrick Höwener, Sachbearbeitung E-Government und KI bei der Stadt Bad Oeynhausen
Beschreibung:
Viele KI-Tools bieten bereits einzeln einen spürbaren Mehrwert. Ihr volles Potenzial entfalten sie jedoch erst, wenn sie kombiniert und in bestehende Abläufe integriert werden. Gerade für Kommunalkassen entstehen dadurch neue Möglichkeiten – etwa bei der digitalen Abwicklung von SEPA-Lastschriftmandaten oder der automatisierten Verarbeitung eingehender Schreiben. Das Zusammenspiel von Texterkennung, Prozessautomatisierung und sprachbasierten KI-Modellen kann Abläufe beschleunigen, Routinetätigkeiten reduzieren und die Qualität der Bearbeitung erhöhen.
Im Workshop wird praxisnah vermittelt, wie unterschied
![]()
Workshop 17
24. Juni 2026 von 14:00 – 15:30 Uhr
25. Juni 2026 von 11:30 – 13:00 Uhr
Die Gemeindekasse als entscheidende Organisationseinheit
Referent:
Ralf Klomfaß, Leiter der Abteilung Verwaltungsprüfungen beim Revisionsamt der Landeshauptstadt Mainz (vormals Leiter deren Vollstreckungsstelle), Diplom-Verwaltungsbetriebswirt (HöV Mayen), Diplom-Jurist (Universität Mainz), Master des Wirtschaftsrechts (Universität zu Köln, LL. M.)
Beschreibung:
Nicht immer findet sich die kommunale Kasse in der Praxis in jener entscheidenden Rolle wieder, die ihr bei Kassengeschäften eigentlich zukäme. So kam es schon vor, dass die Kasse erst durch den Zahlungseingang erster Sammelgutschriften auf dem kommunalen Girokonto erfuhr, dass in einem Verwaltungsbereich offenbar ein neues „E-Payment“-Verfahren eingeführt worden war – während noch unklar blieb, wie die Ist-Buchungen vorzunehmen seien.
Ebenso geschieht es, dass sie kurzfristig mit der Mitteilung konfrontiert wird, in einem stark frequentierten Bereich sei ein neues IT-Verfahren bereits in den Echtbetrieb überführt worden. Dieses beinhalte eine integrierte Gebührenkasse, die nun auch an das kommunale IT-Finanzverfahren angebunden werden müsse – einschließlich Fragen der Kassenführung, Gegenbuchung, Schnittstellen und Abschlüsse –, damit sich die Investition in das System rechne.
Aus der Presse erfährt sie unter Umständen, dass ein anderer Fachbereich mit erheblichem Forderungsbestand künftig als Eigenbetrieb oder gar als Anstalt des öffentlichen Rechts geführt wird. Dort soll – mit eigener (Sonder) Kassenführung – auch eigenes Vollstreckungspersonal eingesetzt werden. Als Begründung wird offiziell angeführt, die kommunale Kasse solle entlastet werden; intern heißt es hingegen, das Kassenpersonal verfolge Beitreibungsfälle nicht mit der nötigen Geschwindigkeit – etwas „Konkurrenz“ könne also nicht schaden.
Schließlich erhält die Kassenverwalterin über eine Organisationsverfügung aus Abteilung 1 Kenntnis davon, dass künftig die dezentrale digitale Aktenführung nach einem neuen Nummernsystem eingeführt werden soll. Dabei wird übersehen, dass auch Unterlagen zu Kassenanordnungen – häufig in digitaler Form – betroffen sind, für die besondere haushalts- und kassenrechtliche Aufbewahrungspflichten bestehen.
Der Kurzvortrag soll anhand solcher fiktionalen Beispiele verdeutlichen, welche besondere Rolle der kommunalen Kasse zukommt. Ziel ist, dass andere kommunale Entscheidungsträger sie bei organisatorischen oder technischen Veränderungen künftig von Beginn an stärker einbeziehen – nicht als formale Pflicht, sondern weil es sich erkennbar als sinnvoll erweist.
![]()
Workshop 18
24. Juni 2026 von14:00 – 15:30 Uhr
25. Juni 2026 von 14:30 – 16:00 Uhr
Die Kassenleitung im Wandel der Zeit. Aktuelle Anforderungen an die Leitung der Zahlungsabwicklung
Referent:
Dominik Hoffmann, Landesschatzmeister und KR-Referent des Landesverbands Nordrhein-Westfalen e. V.
Beschreibung:
Das Seminar beleuchtet die historische Entwicklung der Rolle des Kassenleiters, zeigt auf, wie sich Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten verändert haben, und arbeitet die heutigen Kernaufgaben heraus. Teilnehmende erhalten einen fundierten Rückblick, ein klares Verständnis aktueller Anforderungen und Impulse für die zukünftige Ausrichtung ihrer Arbeit.
![]()
Workshop 19
24. Juni 2026 von 16:00 – 17:30 Uhr
25. Juni 2026 von 11:30 – 13:00 Uhr
Forderungsbewertung im kommunalen Jahresabschluss: Methodik trifft Praxis
Methodische Anforderungen der Forderungsbewertung und ihre softwaregestützte Umsetzung im kommunalen Jahresabschluss
Referenten:
Herr Michael Eisenbarth – Bereichsleiter der Fachberatung Finanzen, SASKIA® Informations-Systeme GmbH
Herr Norbert Nitschke – Geschäftsführer B & P Management- und Kommunalberatung GmbH
Beschreibung:
Die Forderungsbewertung ist ein wesentlicher Bestandteil des kommunalen Jahresabschlusses und stellt Anforderungen an Systematik und Nachvollziehbarkeit. Im Workshop werden die methodischen Grundlagen der Bewertung kompakt dargestellt und in den Kontext des Abschlussprozesses eingeordnet. Behandelt werden insbesondere die Anwendung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie die Entwicklung einheitlicher Bewertungsmaßstäbe. Aufbauend darauf wird gezeigt, wie diese Anforderungen softwaregestützt umgesetzt und dokumentiert werden können. Ziel ist es, die Verbindung von fachlicher Methodik und praktischer Anwendung im kommunalen Rechnungswesen verständlich darzustellen.
